Grb eparhije

Serbisch-Orthodoxe Kirchengemeinde in Osnabrück

Grb SPC
Theologie

Weihnachtsfeste und Bräuche

Obwohl Ostern der größte christliche Feiertag ist, der Feiertag der Feiertage, werden bei den Serben Weihnachten und die damit verbundenen Feiertage am feierlichsten begangen und sind reich an wunderschönen Bräuchen, die die Wochen um Weihnachten zur schönsten und feierlichsten Zeit des gesamten Kalenderjahres machen. Weihnachten wird als Gedenken an den Geburtstag unseres Herrn Jesus Christus, des Sohnes Gottes, des Erlösers der Welt gefeiert.

Detinjci (Kindertag)

In der dritten Woche vor Weihnachten wird dieser Feiertag gefeiert. An diesem Tag binden die Erwachsenen früh am Morgen ihre eigenen oder fremde Kinder. Das Binden symbolisiert feste Familienbande, Eintracht, Frieden, Respekt und gegenseitige Hilfe.

Materice (Muttertag)

In der zweiten Woche vor Weihnachten fällt dieser Feiertag. Dies ist der größte christliche Feiertag der Mütter und Frauen. An diesem Tag binden die Kinder ihre Mutter, und die Mutter "löst sich aus" mit Geschenken an die Kinder.

Oci (Vatertag)

Dieser Feiertag wird in der letzten Woche vor Weihnachten gefeiert. Genau wie an Materice binden die Kinder ihre Väter, und diese "lösen sich aus" mit Geschenken.

Tucindan

Zwei Tage vor Weihnachten, am 5. Januar, ist Tucindan. An diesem Tag wird das Schwein geschlachtet und für Weihnachten vorbereitet.

Badnji Dan (Heiligabend)

Der Tag vor Weihnachten, der 6. Januar, heißt Badnjidan. Der Name kommt daher, dass an diesem Tag der Badnjak (Weihnachtsstamm) geschnitten und ins Haus gebracht wird. Mit diesem Tag beginnt bereits die Weihnachtsfeier.

Was ist der Badnjak?

Der Badnjak ist gewöhnlich eine junge Eiche oder Tanne, die früh am Morgen am Heiligabend geschnitten und vor das Haus gebracht wird. Der Badnjak symbolisiert das Holz, das die Hirten brachten und das der gerechte Joseph in die kalte Höhle legte, als Christus geboren wurde.

Weihnachten (Božić)

Der freudigste Feiertag unter allen Feiertagen bei den Serben ist Weihnachten. Er wird drei Tage lang gefeiert. Der erste Weihnachtstag ist immer der 7. Januar. Am Weihnachtsmorgen läuten alle Glocken in den orthodoxen Kirchen. Die Menschen grüßen sich mit den Worten: "Christus ist geboren!" und antworten: "Er ist wahrhaftig geboren!"

Položajnik (Der Weihnachtsgast)

An Weihnachten kommt ein besonderer Gast ins Haus, der Položajnik genannt wird. Er symbolisiert die Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern folgten und kamen, um das neugeborene Christuskind anzubeten.

Česnica (Weihnachtsbrot)

Früh am Weihnachtsmorgen backt die Hausfrau ein Brot namens Česnica. Eine Münze wird hineingelegt. Wer das Stück mit der Münze bekommt, wird nach dem Volksglauben das ganze Jahr über glücklich sein.